08.07.2011

Quelle: www.bikekomnet.de 

Die 30. RTF des RC Durch 1901

 

Die Radsportlandschaft rund um Köln ist dicht besiedelt von vielen Vereinen – kein Wunder, dass in der Region oft RTFs angeboten werden. Jedes Jahr richtet der „RC Durch 1901“ am ersten Samstag im Juli seine Radtourenfahrt aus. Dieses Jahr sogar als Jubiläumsausgabe: Am 2. Juli fand die 30. RTF statt, der Verein selbst feiert in diesem Jahr sogar seinen 110. Geburtstag.

 

Bei den schlechten Wettervorhersagen und dem dunklen Himmel am über dem Norden Kölns am Samstagmorgen blieben viele Radfahrer weg: Insgesamt nahmen diesmal nur knapp 500 Fahrer teil. „Sonst hatten wir schon bis zu 900 Fahrer hier, aber bei dem Wetter ist es kein Wunder, dass viele zuhause bleiben“, erklärt Paul Müller, seit 22 Jahren erster Vorsitzender des Vereins. Er nimmt es sportlich – dass die RTF mal besser und mal weniger gut angenommen wird hat er in seiner Radsportkarriere schon oft erlebt: 1947 ist er in den Verein RC Durch 1901 eingetreten. Paul Müller ist zunächst erst Rennen gefahren und hat die Radleidenschaft direkt weitervererbt. Seine ganze Familie ist eingebunden – sein Sohn ist Rennen gefahren und seine Enkel tun dasselbe jetzt in der Jugendabteilung des Vereins. Alle packen auch am Samstag mit an, um die RTF erfolgreich zu organisieren.

 

„Bei einer RTF müssen dann alle ran – wir wollen schließlich, dass alles reibungslos klappt. Das tut es aber auch immer“, erzählt Ulrike Heitmann. Sie ist Fachwart Radtourenfahren des Vereins und arbeitet schon ein halbes Jahr vorher an der Planung der nächsten RTF: „Bisher bin ich im ersten Halbjahr nur wenig selber mit dem Rad unterwegs gewesen“, lacht sie. „Das wird traditionell nach unserer RTF wieder mehr.“ Aber der Aufwand lohnt sich. Für die gute Organisation gibt es immer wieder Lob von den Fahrern. „Die meisten kommen nach ihrer Strecke wieder zurück und loben uns, wie gut zum Beispiel unsere Kontrollstellen ausgestattet sind. Das freut uns natürlich sehr“, so Heitmann.

 

Drei Strecken galt es zu bewältigen, über 41, 71 oder 111 Kilometer, alle Touren gingen Richtung Bergheim, waren also typisch für den Niederrhein flach, mit nur wenigen Hügeln. Allgemein waren die Strecken verkehrsarm und landschaftlich reizvoll. Die drei Kontrollstellen auf den Touren waren alle an netten Standorten untergebracht – einer Gärtnerei, einer Schule und -  und boten auch Möglichkeiten zur längeren Pause sowie Toiletten für die Sportler.

 Angesprochen waren neben den RTF-Fahrern auch Trimmfahrer, die sich in Teams zusammentun konnten und für ihre Leistung auch Pokale bekamen. Auf dem zweiten Platz der Trimmfahrer fand sich am Ende ein exotisches Team wieder: die „Weißen Speichen“. Der Name weist schon darauf hin: Die Hälfte der Mannschaft ist blind! Teilnehmen können sie mithilfe der so genannten „Piloten“ – also sehende Fahrer. Die Zweierteams fahren mit Tandems auf denen der Pilot jeweils vorne sitzt und steuert.  „Wir könnten dringend noch mehr Piloten gebrauchen, die mit uns fahren“, erzählt die „Sehende“ Vorsitzende Ellen Heiler. Ihr Mann Rolf Schumacher ist blind – und erster Vorsitzender der Weißen Speichen, die eigentlich aus dem Süden Kölns kommen: dem Severinsviertel. Dort treffen sie sich im Blindenverein, mit dem sie eng zusammenarbeiten. „Wir fahren meistens aber hier im Kölner Norden und haben unsere 14 Tandems in Lövenich untergestellt. Von da aus fahren wir dann auf unsere Touren – zuletzt waren wir allerdings weiter weg: in der Eifel. Das ist unser jährliches Highlight!“ Wer Lust hat mal etwas anders Rad zu fahren: Unter http://bsv-koeln.org/aktive_gruppen/tandemgruppe.html kann sich jeder über die Weißen Speichen informieren. Seit rund 20 Jahren fahren hier blinde und sehende Radfahrer zusammen rund um Köln.

 

Zum Beispiel auch auf der permanenten RTF des RC Durch 1901. Die wird sehr gut angenommen, im letzten Jahr haben 120 Radsportler sich auf die Permanente begeben und den Kölner Norden erkundet. Das könnten in diesem Jahr noch mehr werden. 2010 ging die Saison nur von März bis Oktober – diesmal wird die Permanente ganzjährig angeboten. „Der letzte Winter war natürlich relativ hart“, erzählt Ulrike Heitmann, „Aber ich habe schon Radfahrer gesehen, die ihr Rennrad durch die letzten Schneereste gefahren haben. Die können das jetzt auch auf unserer permanenten RTF tun.“ Wer immer das in einer Gruppe tun möchte und dafür Gleichgesinnte sucht, kann sich jederzeit an Ulrike Heitmann wenden. Die Infos und GPS-Daten zur Strecke und auch zu den drei Strecken der RTF am Samstag gibt es auf der übersichtlichen und informativen Homepage des Vereins.

12.12.2010

Sieger der RTF-Wertung 2010

                                                                                           v.l. 2. Platz Ulrike Heitmann u. 1. Platz Doris Mertens

                                                                                                               Den ersten Platz belegte, wie auch schon in 2009 Willi Wilbertz mit über 100 Punkten und über 4500 gefahrenen Wertungskilometern. Den zweiten Platz belegte Daniel Gottwald (Foto)

      

23.09.2010

Am vergangenen Samstag trafen wir uns, in angemessener Anzahl, zur alljährliche Bezirkspermanenten. Im Anschluss an unsere Ausfahrt standen noch Fototermine mit unseren Sponsoren Peter Czock von Schlatwerk und Helmut Gymnich von der Baltasar Stube an. Hier genehmigten wir uns zum Abschluss einer gelungenen Veranstaltung auch die ein oder andere Gerstensaftschorle.


19.04.2010

Am Sonntag den 18.04.2010 fand zum zweiten mal, im Rahmen des Rhein-Erft-Kreis-RTF, ein Bergzeitfahren über 2 km statt. Gleich drei Klassen konnten durch unserer Fahrer gewonnen werden.

Wir gratulieren:

Doris Mertens fuhr nach absolvierten 74 Km auf Platz 1.  in der Klasse Frauen A   mit einer Zeit von 5:29,2 Min.

Giovanni Barrale fuhr nach absolvierten 114 km auf Platz 1.  in der Klasse Männer B  mit einer Zeit von 4:58,00 Min.  

Marco Mirabello fuhr nach absolvierten 44 km auf Platz 1.  in der Klasse Männer A mit einer Zeit von 5:06, 2 Min.